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Schreiber setzt auf eigene Kandidatensuche und geht auf Abstand zum BSW

Der frühere Tagesschau-Sprecher Constantin Schreiber will als Sachsens Delegierter bei der Bundesversammlung einen eigenen Personalvorschlag fürs Bundespräsidentenamt einbringen. Zugleich grenzt er sich deutlich vom BSW ab, das ihn entsendet, und nennt erhebliche politische Unterschiede.

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Foto: Felix-Mittermeier · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Schreiber will statt der Vorschläge der Parteien selbst nach einer aus seiner Sicht geeigneten Persönlichkeit für das Präsidentenamt suchen
  • Die sächsische BSW-Landtagsfraktion nominierte ihn für die Bundesversammlung am 30. Januar 2027 zur Wahl von Steinmeiers Nachfolger
  • Schreiber distanziert sich inhaltlich vom BSW, sagt dennoch Ja zu seiner Nominierung und stößt damit bei Varwick auf scharfe Kritik

Er kündigte auf X an, nicht einfach zwischen Kandidaten entscheiden zu wollen, die ihm die Parteien präsentieren. Stattdessen wolle er selbst nach einer Persönlichkeit suchen, die das Amt nach seiner Ansicht tatsächlich verdiene. Von diesem Recht eines Wahlmanns werde er Gebrauch machen, sagte Schreiber.

Die BSW-Fraktion im sächsischen Landtag hatte den 47-Jährigen für die Bundesversammlung nominiert. Diese wählt am 30. Januar 2027 in Berlin die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Diese Gremien kommen in Berlin zusammen.

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Schreiber äußerte sich auch zur Bedeutung des Amtes. Das Präsidentenamt sei kein politischer Vorruhestand mit Schloss Bellevue und auch keine letzte Beförderung für jemanden, dessen Laufbahn sonst vermutlich beendet wäre, sagte er.

Zugleich distanzierte sich Schreiber von der Partei, die ihn entsendet. Es brauche keine politikwissenschaftliche Ausbildung, um zu sehen, dass seine politischen Überzeugungen von denen des BSW erheblich abweichen oder sich gar nicht überschneiden. Trotzdem sage er Ja zu seiner Nominierung. Eine Demokratie beruhe darauf, dass Menschen mit abweichenden Ansichten miteinander sprechen wollten, ergänzte er.

Der Politikwissenschaftler Johannes Varwick, der zugleich der Grundwertekommission des BSW angehört, kritisierte die Aktion in Kommentaren bei X. Schreiber wisse nicht einmal den richtigen Namen der Partei, distanziere sich von Inhalten, für die viele kämpften, und depolitisiere und verballhorne die Angelegenheit, schrieb Varwick. Politik sei keine Showveranstaltung.

Schreiber hatte das BSW zuvor als Bündnis Sahra Wagenknecht bezeichnet. Die Partei heißt seit dem 1. Oktober allerdings Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft.

Im September 2025 begann er seine Tätigkeit als Global Reporter bei Axel Springer. Bereits in der Vergangenheit hatte er für arabischsprachige Fernsehformate gearbeitet. Außerdem hat er mehrere Bücher über den Islam geschrieben.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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