Nach russischen Angriffen auf die ukrainische Energieversorgung ist der Streit zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko eskaliert, wie n-tv berichtete. Vor allem in der Hauptstadt leiden die Einwohner unter massiven Stromausfällen, zudem sind sie von langen Wasserausfällen betroffen.
In der Dreimillionenstadt sei die Situation deshalb besonders schwer.
Die Regierung ergreife zusätzliche Maßnahmen, um den Betroffenen zu helfen, teilte Selenskyj mit. Er habe darüber mit Staats- und Regierungschefs sowie Unternehmen während seiner Besuche gesprochen.
Klitschko wies die Vorwürfe zurück. Er fragte bei Telegram, wie die Hauptstadt der russischen Operation gegen die Energiewirtschaft hätte vorbeugen sollen. Kiew werde seit dem 16. Oktober Fernwärme geliefert, betonte der Bürgermeister. Vertreter der Hauptstadt seien zudem nicht zu den von Selenskyj erwähnten Beratungen eingeladen worden.
Klitschko warf dem Präsidenten vor, mit seinen Anschuldigungen gegen Kiew zu manipulieren und zu lügen. Es sei widerwärtig, wie das in Bezug auf die Einwohner der Hauptstadt aussehe. Der Bürgermeister zweifelte an, dass Selenskyj die reale Situation der Energieversorgung kenne. Kiew sei Teil des ukrainischen Verbundnetzes.
Das Land könne diese schwere Situation nur mit konstruktiver Zusammenarbeit aller Strukturen und Fachleute bewältigen.
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