Die Jüdische Studierendenunion (JSUD) verlangt von der ehemaligen Kulturstaatsministerin und grünen Bundestagsabgeordneten Claudia Roth eine öffentliche Entschuldigung. Ihr Vorsitzender Ron Dekel fordert, dass sie sich für ihre aktuellen Äußerungen zu Antisemitismus und Israelfeindlichkeit entschuldigt und sich von diesen Aussagen distanziert. Dekel sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), die Aussagen von Roth seien erschreckend, wie die WELT berichtet.
Dekel erinnerte daran, dass Roth im Nachgang zur documenta als große Antisemitin bezeichnet worden sei. Nachdem er das Video gesehen habe, sei er sprachlos. Roth fordere, dass man sich von der deutschen Schuld befreie, so Dekel, und das in einer Zeit, in der Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft einen Höchststand erreicht habe.
Roth war nach der Berlinale 2024 im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg von früheren Aussagen abgerückt. Im Podcast „Jung & Naiv“ sprach die 71-jährige Grünen-Politikerin rückblickend von persönlichen Fehlern.
Für besondere Kritik sorgte ein weiterer Hinweis Roths. Manche gute Freunde im Ausland hätten sie gefragt, wann sie sich endlich von der Schuld der Geschichte befreie oder wann sie anders damit umgehe. Roth erklärte dazu, es sei eine Situation gewesen, in der sie es nicht gekonnt habe.
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