Am Dienstag beginnt vor dem Landgericht Aachen der Prozess gegen einen 20-Jährigen. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen.
Am 2. April erlebten die Fahrgäste dramatische Szenen. Der Angeklagte soll mit einer Sturmhaube maskiert zwei Sprengsätze gezündet haben, sogenannte Softair-Granaten, während rund 180 Fahrgäste an Bord waren. Die meisten Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon.
Unmittelbar vor der Tat soll er ein umfangreiches Manifest an mehrere Medienhäuser geschickt haben.
Die Beamten nahmen den 20-Jährigen am Bahnhof in Siegburg fest. Der Zug und ein Teil des Bahnhofs wurden geräumt. Die Bundespolizei durchsuchte den Zug, die Spurensicherung war am Tatort.
Dieser Verdacht bestätigte sich laut der Generalstaatsanwaltschaft im Rahmen der Ermittlungen jedoch nicht. Eine Sprecherin hatte nach dem Anschlag gesagt, bei ihm seien unterschiedliche Dokumente zu unterschiedlichen Ideologien gefunden worden. Zum Motiv sei bislang nichts bekannt.
Ein psychiatrisches Gutachten attestiert dem Mann aus Aachen volle Schuldfähigkeit. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Ermittler mehrere Gegenstände sicher, darunter das Handy des Verdächtigen. Der 20-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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