Im Iran sind drei Männer hingerichtet worden, nachdem sie im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten gegen das Regime verurteilt worden waren. Das berichtete Spiegel Online unter Berufung auf staatliche Medien. Diesen zufolge sollen die Männer für Israel und die Vereinigten Staaten gearbeitet haben. und Reza Z. geführt. Ihnen wird vorgeworfen, Waffen, Granaten und Molotowcocktails eingesetzt zu haben, um öffentliche Gebäude in Brand zu setzen und einen Stromausfall herbeizuführen.
Die übrigen Angeklagten kamen demnach mit Haftstrafen von fünf bis zehn Jahren davon.
Die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights Documentation Center (IHRDC) hatte im August über das erste Urteil gegen Reza Z. berichtet.
Seine Familie weist die Anschuldigungen zurück. Nach ihren Angaben beruhen die Vorwürfe, er habe für Israel gearbeitet, auf seiner beruflichen Tätigkeit sowie auf früheren Geschäftsreisen ins Ausland.
Ebenso sei unklar, welche Beweise der Verurteilung zugrunde lagen. Zuletzt richteten sich die Hoffnungen auf die höchste Instanz. Dort blieb der Versuch ohne Erfolg.
In den vergangenen Monaten hat das Regime wiederholt Todesurteile vollstreckt. Dabei verweisen die Behörden regelmäßig auf mutmaßliche Kontakte der Verurteilten zu Israel oder den USA.
Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren den strikten Einsatz der Todesstrafe im Iran. Nach Angaben von Amnesty International wurden im vergangenen Jahr mindestens 2159 Menschen im Iran hingerichtet. Das ist der höchste seit 1981 verzeichnete Wert.
Im Winter hatten Demonstrationen wegen der Wirtschaftskrise im Land begonnen. Daraus entwickelten sich rasch Massenproteste gegen die autoritäre Führung. Der Staat schlug sie gewaltsam nieder, Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.
Teheran räumte ein, dass mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen seien. Die Gewalt führte die Führung auf »Terrorakte« zurück, die von den USA und Israel gesteuert worden seien.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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