Die Welt berichtet, dass Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) für den Umstieg auf Elektroautos wirbt und den Verbrennungsmotor langfristig für ein Auslaufmodell hält. Privat sei er selbst noch mit einem 13 Jahre alten Diesel unterwegs, sagte Schneider der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Auf die Frage, warum ein Umweltminister einen alten Diesel fahre, verwies Schneider darauf, dass er derzeit keinen Neuwagen brauche. Stehe jedoch ein Neukauf an, sei der Wechsel zu einem Elektroauto die rationale Entscheidung. Viele Menschen handelten bereits genau so.
Deshalb sei er beim Thema Verbrenner-Aus inzwischen entspannter. Irgendwann werde der Verbrenner nur noch als Freizeitbeschäftigung existieren, sagte er. Zum Vergleich nannte er seine alte Simson, an der er am Wochenende herumschraube, um damit eine kleine Runde zu fahren.
Kritisch sieht Schneider die erneuten Investitionen deutscher Autobauer in Verbrennertechnik. Auf die Frage, ob Mercedes und Porsche damit falsch lägen, bestätigte er diese Einschätzung. Strategien, die ständig die Richtung wechseln, seien selten klug. Seit Einführung einer sozial gestaffelten Prämie sei der Absatz um 75 Prozent gestiegen. Als weiteren Grund für den Umstieg nannte er die hohen Spritpreise.
Dauerhaft wolle die Bundesregierung fossile Energieträger jedoch nicht verbilligen. Man müsse den Menschen glaubwürdig sagen, dass Öl und Gas teurer würden. Sie sollten sich darauf einstellen und etwa prüfen, ob ein E-Auto nicht günstiger sei.
Kommentare (0)