US-Präsident Donald Trump hat Stephen Miller zum neuen Stabschef des Weißen Hauses ernannt. Wie die Hindustan Times berichtet, übernimmt Miller das Amt ab Montag (9. November) und löst Susie Wiles ab. Miller ist derzeit stellvertretender Stabschef und zählt zu den engsten Beratern Trumps.
Wiles wechselt nach Trumps Worten in die politische Operation des Präsidenten. Trump teilte die Personalie in einem Beitrag auf Truth Social mit. Er bezeichnete Miller als einen seiner vertrauenswürdigsten Berater und dankte Wiles für ihre Arbeit als Stabschefin. Ihre Leistung nannte er hervorragend.
Der Wechsel folgt auf Forderungen früherer Verbündeter Trumps, Wiles nach den Niederlagen der Republikaner bei den Zwischenwahlen aus dem Amt zu drängen. Der frühere Berater im Weißen Haus Steve Bannon verlangte am Freitag in einem Interview mit dem britischen Journalisten Steven Edginton, Wiles und die politischen Berater des Weißen Hauses sofort zu entfernen. Die Ergebnisse der Partei seien dafür ausschlaggebend.
Auch die frühere Mitarbeiterin Trumps Caroline Sunshine forderte am Mittwoch Wiles’ Rücktritt, wie sie dem Sender Fox News und dem Moderator Jesse Watters sagte. Wiles solle dem Präsidenten ihren Rücktritt anbieten, bevor er sie darum bitten müsse. Wiles’ Wahlkampfkompetenz habe sich nicht in Regierungsarbeit übersetzt, so Sunshine. Zugleich schrieb sie Wiles den Erfolg von 2024 zu und sagte, sie habe dafür Anerkennung und den Spitzenposten verdient.
Der frühere Stabschef Mick Mulvaney erwartete nach den Zwischenwahlen ebenfalls einen Abschied Wiles’ aus dem Amt. Er sagte am Sonntag gegenüber NewsNation und dem Format The Hill, dies sei eine natürliche Zeit für diesen Wechsel. Wiles selbst bestätigte, dass der vergangene Freitag ihr letzter Tag als Stabschefin war. In einem Beitrag auf X dankte sie Trump für die Möglichkeit, in seiner Regierung zu dienen. Ihre Rolle verändere sich nun, ihr Einsatz für den Präsidenten und seine Arbeit bleibe jedoch bestehen.
Stephen Miller gilt als einer der zentralen Architekten von Trumps Einwanderungspolitik in dessen erster Amtszeit. Er wirkte an Maßnahmen zu Grenzbeschränkungen, Reiseverboten und Begrenzungen des Asylrechts mit. Vor seinem Eintritt in die Regierung 2017 war er Senior Aide des früheren Senators von Alabama, Jeff Sessions. Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 schrieb er Reden für Trump. Auch in der zweiten Amtszeit beeinflusst Miller nach Angaben der Quelle die Einwanderungspolitik der Regierung, insbesondere die Pläne für Massenabschiebungen und strengere Grenzkontrollen.
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