Friedrich Merz will die Frage nach der künftigen Bundespräsidentin offenbar schon am Sonntagabend mit der CDU-Führung erörtern. Wie n-tv unter Berufung auf die Rheinische Post berichtet, hat der Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende das Parteipräsidium um 20 Uhr ins Konrad-Adenauer-Haus zum Abendessen geladen. Mehrere Mitglieder des Gremiums haben dies der Zeitung bestätigt.
Am Montag kommt das Präsidium erneut zusammen, danach tagt der CDU-Bundesvorstand über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Vorausgegangen war eine Konferenz der Kreisvorsitzenden, auf der Merz sich für eine „Kandidatin der Mitte“ ausgesprochen hatte. Wen er damit konkret meinte, ließ er offen. InstaNews hatte am 2. November bereits berichtet, dass Merz eine Frau als Nachfolgerin Steinmeiers unterstützt.
Die Christsozialen setzen weiterhin auf Ilse Aigner, die bayerische Landtagspräsidentin. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann sagte vor der gemeinsamen Fraktionssitzung von CDU und CSU, in der CDU werde Aigner sehr hoch geschätzt. Hoffmann äußerte sich im Beisein des Unions-Fraktionschefs Thorsten Frei. Aus Unionskreisen verlautet, Merz könne auf diesen Vorschlag einschwenken, sofern es eine Bewegung in den eigenen Reihen gebe.
Frei kommentierte die Äußerung Hoffmanns nicht. Die SPD hat sich bereits für die CSU-Politikerin Aigner ausgesprochen. Auch die Grünen signalisierten, sie am 30. Januar in der Bundesversammlung wählen zu wollen.
Wie das RTL/ntv-Trendbarometer zeigt, decken sich die Wünsche der Bevölkerung nicht mit denen der Parteien. Das Institut Forsa hat für das Trendbarometer befragt. Lediglich 28 Prozent sprechen sich ausdrücklich für eine Frau an der Staatsspitze aus.
Bei der Frage, wer das Amt übernehmen soll, liegt die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel vorn. 50 Prozent der Bundesbürger halten sie für geeignet.
Kommentare (0)